Investieren in die Unendlichkeit: Chancen im Weltraumsektor

Inhaltsverzeichnis:

Einführung

Die Grenzen unseres Planeten zu überschreiten und die Sterne zu bereisen, ist seit jeher eine tief verwurzelte menschliche Ambition. Neben den technologischen Herausforderungen und den möglichen Entdeckungen wird die Raumfahrt heute aber auch aus anderen Gründen immer interessanter.

Von weltweiter Internetabdeckung über Weltraumtourismus bis hin zur Besiedlung und Entdeckung neuer Planeten scheinen die Möglichkeiten unendlich.

In den letzten Jahren ist die Raumfahrt aber auch für Investoren immer interessanter geworden, da es hier mittlerweile vielfältige Anlagemöglichkeiten gibt.

Denn die Weltraumindustrie ist nicht mehr nur ein Beweis für menschlichen Einfallsreichtum und Entdeckergeist, sondern auch ein rasant wachsender Wirtschaftssektor. 

Technologische Fortschritte, innovative Start-ups und das Engagement großer Tech-Giganten haben die Branche schnell nach vorn gebracht. Dennoch gibt es auch hier, wie bei jedem Investment, große Risiken, weswegen es entscheidend ist, die Fakten zu kennen, um informierte Entscheidungen zu treffen.

In diesem Artikel nehmen wir deswegen einmal verschiedene Anlagemöglichkeiten unter die Lupe und schauen uns an, von welchen Entwicklungen gerade auch Privatpersonen profitieren können. 

Fangen wir aber mit den schlechten Neuigkeiten an. Vor allem die großen Raumfahrtunternehmen und -projekte, die auch immer wieder in den Medien auftauchen, sind nach wie vor nicht an der Börse, wodurch sich Privatpersonen an Ihnen nicht beteiligen können. Hier einmal zwei prominente Beispiele:

Projekt Kuiper

Das Projekt Kuiper hat das Ziel, durch eine Konstellation von Kommunikationssatelliten Breitband-Internetzugang auf der ganzen Welt bereitzustellen. Das Projekt gehört zum Mega-Konzern Amazon. Natürlich kann man in Amazon investieren, allerdings wird das Geld in diesem Unternehmen an anderer Stelle verdient. Trotz dessen positioniert sich Amazon damit klar im Weltraumgeschäft.
Die größten Konkurrenten des Projekts sind wohl SpaceX’s Starlink und OneWeb. SpaceX wirbt bereits heute mit einer 99%igen Internetabdeckung in Deutschland.
SpaceX ist hier also schon ein gutes Stück weiter. Entscheidend für das Projekt Kuiper wird sein, wie erfolgreich der Test mit den Prototyp-Satelliten im Orbit sein wird, welcher mit der ersten Einführung der Vulcan-Rakete von ULA geplant ist. Schon jetzt ist das Geschäftsfeld des Weltall-Internets hart umkämpft.

Starship (SpaceX)

Elon Musk hat neben Starlink noch deutlich größere Ziele. Die langfristige Vision mit seinem Unternehmen SpaceX besteht darin, zum Mars zu fliegen. Natürlich scheint dieses Ziel aus heutiger Sicht unerreichbar. Musk plant mit dem Unternehmen, aber konsequent einen Schritt nach dem anderen und lässt sich nicht beirren. 

Die aktuelle Herausforderung besteht darin, das “Starship” in den Orbit zu bringen. Am 20.04.2023 startete ein Prototyp dieses Modells in Richtung All, explodierte dann aber nach 4 Minuten Flug, ohne den Orbit erreichen zu können.

Dennoch sind die Erwartungen weiterhin hoch. Das Erreichen des Orbits in diesem Jahr, ohne größere Rückschläge, wäre ein bedeutender Sieg für SpaceX und könnte den Weg für eine Reihe von bahnbrechenden Missionen ebnen, die die Raumfahrtindustrie neu definieren könnten. Man kann wohl ohne Zweifel sagen, dass SpaceX im Weltraumsektor weit vorn mit dabei ist und international genau verfolgt wird, was Elon Musk und SpaceX vorhaben.

Auch wenn in diese Größen der Branche aktuell nicht über Aktien investiert werden kann, gibt es andere spannende Weltraumunternehmen, welche börsennotiert sind und an denen sich somit auch Privatpersonen einfach beteiligen können. Obwohl sie alle im Weltraumsektor tätig sind, unterscheiden sie sich aufgrund ihrer spezifischen Geschäftsmodelle, Einnahmequellen und Risikoprofile deutlich.

Aktien aus dem Weltraumsektor

 Rocket Lab USA

Rocket Lab ist ein noch relativ neuer Akteur auf den öffentlichen Märkten und konzentriert sich auf den Start von kleineren Satelliten ins All. Das Unternehmen erweitert jedoch laufend seine Angebote, um größere Starts zu ermöglichen und fügt zugehörige Dienstleistungen wie Satellitenherstellung und -komponenten hinzu. Obwohl es sich um einen wettbewerbsintensiven Markt handelt, hat Rocket Lab aufgrund seiner kostengünstigen Angebote einen Vorsprung gegenüber einigen seiner potenziellen Konkurrenten. Trotz der mit der Raumfahrt verbundenen Risiken könnte Rocket Lab für Anleger, die ein wenig Weltraumspekulation in ihr diversifiziertes Portfolio einbauen möchten, ein potenzieller Gewinner sein.

 Aerojet Rocketdyne

Aerojet Rocketdyne gehört zu den wenigen US-amerikanischen Unternehmen, welche die Triebwerke herstellen, die benötigt werden, um große Objekte ins All zu befördern. Aerojet stellt Fest- und Flüssigkeitsraketentriebwerke her, die in Raketen, Missiles und anderen Luft- und Raumfahrtanwendungen eingesetzt werden. Sie füllen eine wichtige Nische in der gesamten Raumfahrtlandschaft aus. Trotz einer gescheiterten Übernahme durch Lockheed Martin versucht das Unternehmen aktuell erneut sich von L3Harris übernehmen zu lassen. Ob diese Transaktion genehmigt wird, bleibt abzuwarten, was die Aktie zu einem interessanten Beobachtungspunkt macht.

Leidos Holdings

Leidos Holdings ist das größte der sogenannten „Beltway Bandits“, also Verteidigungsunternehmen, die sich auf IT- und Beratungsdienstleistungen und nicht auf Waffen für Regierungskunden spezialisiert haben. Dies bedeutet für Leidos ein starkes und wachsendes Geschäft mit Kunden wie der NASA und dem Pentagon. Mit dem Kauf von Dynetics im Jahr 2020 hat Leidos seine Raumfahrtkapazitäten erweitert. Heute bietet Leidos eine Reihe von Dienstleistungen im Weltraum an, darunter das Management von Weltraummissionen, die Gestaltung und Herstellung von Raketenladungen und die
Bereitstellung der Elektronik und des Know-hows zur Kommunikation mit diesen Ladungen.

Alternative Investitionsmöglichkeiten

Weltraum ETF’s:

Aufgrund der mit dem Raumfahrtsektor verbundenen Risiken kann es für Anleger ebenfalls attraktiv sein, über einen börsengehandelten Fonds (ETF) in den Raumfahrtsektor zu investieren. Damit erhalten Anleger Zugang zum Sektor, ohne einen einzelnen Gewinner auswählen zu müssen. Zu den auf den Raumfahrtsektor ausgerichteten ETFs gehören Procure Space (UFO), ARK Space Exploration and Innovation (BATS:ARKX) und SPDR S&P Kensho Final Frontiers (NYSEARCA:ROKT).

Private Equity und Venture Capital

Wer über etwas mehr Geld verfügt, kann auch über Private Equity oder Venture Capital in Weltraumunternehmen investieren. Dies kann eine effektive Möglichkeit sein, in Unternehmen zu investieren, die noch nicht an der Börse notiert sind, aber dennoch riesige Wachstumschancen haben, wie z.B. SpaceX. Allerdings sind solche Investitionen oft mit einer hohen Eintrittsbarriere verbunden, weswegen es für die allermeisten Menschen keine realistische Möglichkeit darstellen wird. 

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl weiterer Unternehmen, welche etablierte Größen sind und auch entsprechende Umsätze und Gewinne im Rücken haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist Lockheed Martin. Der Konzern ist überwiegend in der militärischen Luftfahrt aktiv, hat aber auch Projekte in der Raumfahrt.

Die Trennung von Raumfahrt und Militär ist übrigens beinahe unmöglich. Eine Investition in einen der Sektoren zwingt einen quasi gleichzeitig in den anderen Sektor mit hinein. Wer es für sich persönlich ausschließt, militärisch aktive Unternehmen zu unterstützen, wird es schwer haben, in Weltraumtechnologien zu investieren.

Fazit

Die Investition in den Weltraum stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, an der Spitze des technologischen Fortschritts und der menschlichen Erkundung zu stehen. Es handelt sich um einen Markt, der trotz seiner Herausforderungen und Risiken das Potenzial hat, transformative Auswirkungen auf eine Vielzahl von Sektoren zu haben, von der Telekommunikation bis zur Umweltüberwachung, von der nationalen Verteidigung bis zum wissenschaftlichen Verständnis unseres Universums.

Die vorgestellten Unternehmen und ETFs bieten verschiedene Möglichkeiten, in diesen spannenden Sektor zu investieren, sei es durch die Beteiligung an Unternehmen, die direkt in der Raumfahrt tätig sind, oder durch den Kauf von ETFs, die ein breiteres Spektrum von Raumfahrt- und Raumfahrt bezogenen Unternehmen abdecken.

Bereits jetzt herrscht im Raumfahrtsektor großer Wettbewerb. Unternehmen, wie SpaceX und Blue Origin konkurrieren mit kleineren Start-ups und etablierten Akteuren wie Boeing oder Lockheed Martin. Dabei wird nicht nur um Marktanteile, sondern auch um begrenzte Regierungsaufträge und -finanzierungen gekämpft. 

Größen aus allen Branchen wollen sich in diesem aufstrebenden Sektor frühzeitig positionieren, um ihr Stück vom Kuchen abzubekommen. Ohne Frage werden diesen Prozess viele diese Unternehmen nicht überleben oder ihr Kerngeschäft immer in einem anderen Sektor bestreiten und nicht zu “Vollzeit-Raumfahrt-Unternehmen” werden. 

Es ist heute schwer zu sagen, welches der bestehenden Unternehmen sich besonders hervortun wird, oder ob eventuell sogar völlig neue Unternehmen auf den Markt kommen, welche an bestehende technologische Entwicklungen anknüpfen können und darüber einen Vorteil gegenüber den anderen Akteuren gewinnen.

Aus unserer Sicht sollte jeder Investor den Raumfahrtsektor auf dem Schirm haben, da die Möglichkeiten, die sich hier in Zukunft ergeben können, astronomische Ausmaße haben.

Nichtsdestotrotz ist blindes Investieren immer eine schlechte Idee. Anstatt sich in diesem Sektor jetzt zu verlieren, sollte der Fokus eher darauf liegen, das Handwerk des Investierens zu erlernen. 
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Über den Autor:

Jens Rabe

Jens Rabe

Jens Rabe ist Gründer und Geschäftsführer der Rabe Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit seinem Team hilft er Unternehmern, Selbstständigen und leitenden Angestellten zu einem regelmäßigen Einkommen an der Börse.
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Jens Rabe ist Gründer und Geschäftsführer der Rabe Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit seinem Team hilft er Unternehmern, Selbstständigen und leitenden Angestellten zu einem regelmäßigen Einkommen an der Börse.
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